Über das Fach Allgemeine und Spezielle Pathologie

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Das Fach Pathologie (übersetzt "Krankheitslehre") ist ein klinisches Grundlagen- oder Querschnittsfach und wichtiger Bestandteil der ärztlichen Ausbildung. Die Pathologie beschäftigt sich mit den Ursachen und der Entstehung von Erkrankungen und ihren Manifestationen in Zellen, Geweben und Organen. Dieser Ansatz der Pathologie, Krankheitsmechanismen aus Veränderungen von Zellen und Geweben abzulesen, kann am besten mit dem Begriff "funktionelle Morphologie" umschrieben werden.

 

Aufgrund ihres systematischen Charakters und ihrer Anschaulichkeit ist die Pathologie ein sehr spannendes und bei Studierenden meist beliebtes Unterrichtsfach, das aber auch einige "trockene" Begrifflichkeiten und Definitionen (z.B. die TNM-Klassifikation zum Tumorstaging) mit sich bringt. Diese Definitionen und Klassifikationen zur Beschreibung von Krankheiten sind aber wichtig, stellen sie doch die Grundlage der medizinischen Sprache und Kommunikation im klinischen Alltag dar.

 

Der Unterricht teilt sich zwar in makroskopische und mikroskopische Unterrichtseinheiten, Ziel ist es aber gerade, durch die Kombination von beidem ein möglichst gutes Verständnis für die Morphologie von Krankheiten zu vermitteln.

 

Sie werden feststellen, dass sich histologische Präparate erheblich von denen der histologischen Anatomie unterscheiden, da die Gewebe häufig stark durch die Krankheiten verändert sind. Es bedarf einiger "Detektivarbeit" und auch etwas Übung, um hier die wichtigsten Veränderungen (z.B. Entzündung, Degeneration, Tumor etc.) sehen und unterscheiden zu lernen. Dennoch ist die Pathologie eines der Fächer, in denen Sie Krankheiten mit eigenen Augen "erleben" und teilweise sogar anfassen können - die Mühe lohnt sich also!